Hier findest du die wichtigsten Punkte zum deutschen Arbeitszeitgesetz einfach und verständlich erklärt. Bitte beachte, dass wir keine Rechtsanwälte oder juristischen Berater sind. Diese Informationen sollen dir helfen, die Grundlagen zu verstehen, ersetzen aber keine rechtliche Beratung.
Was regelt das Arbeitszeitgesetz (ArbZG)?
Das Arbeitszeitgesetz legt fest, wie lange du in Deutschland arbeiten darfst und welche Ruhezeiten dir zustehen. Es dient dem Schutz deiner Gesundheit und stellt sicher, dass du ausreichend Erholung bekommst.
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
Maximale Arbeitszeit pro Tag
Du darfst höchstens 10 Stunden pro Tag arbeiten. In der Regel sind es jedoch 8 Stunden, es sei denn, ein Ausgleich innerhalb von sechs Monaten oder 24 Wochen wird gewährleistet.
Ruhezeiten zwischen Arbeitseinsätzen
Nach Ende deines Arbeitstages hast du Anspruch auf mindestens 11 Stunden Ruhezeit, bevor du wieder arbeitest.
Pausenregelungen
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Ab 6 Stunden Arbeitszeit: mindestens 30 Minuten Pause.
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Ab 9 Stunden Arbeitszeit: mindestens 45 Minuten Pause.
Die Pausen können in Blöcke von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden.
Sonntags- und Feiertagsarbeit
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Grundsätzlich: An Sonn- und Feiertagen darfst du nicht arbeiten.
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Ausnahme: In bestimmten Branchen (z. B. Notdienste, Gastronomie) ist dies erlaubt. In solchen Fällen steht dir ein Ersatzruhetag innerhalb von 2 Wochen zu.
Überstunden und Ausgleichszeitraum
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Überstunden sind erlaubt, wenn sie tariflich, betrieblich oder gesetzlich geregelt sind.
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Sie müssen innerhalb von 6 Monaten oder 24 Wochen durch Freizeit ausgeglichen werden, damit die durchschnittliche Arbeitszeit von 8 Stunden/Tag nicht überschritten wird.
Gleitzeit und Arbeitszeitkonten
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Unternehmen können flexible Arbeitszeitmodelle wie Gleitzeit einführen.
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Arbeitszeitkonten: Es dürfen Minusstunden oder Überstunden entstehen, die aber im gesetzlichen Rahmen ausgeglichen werden müssen.
Besonderer Schutz für bestimmte Gruppen
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Schwangere und Stillende: Keine Mehrarbeit oder Nachtarbeit (20:00 Uhr bis 6:00 Uhr).
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Jugendliche: Für unter 18-Jährige gilt ein Maximalrahmen von 8 Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche.
Dokumentationspflicht des Arbeitgebers
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Arbeitszeiten müssen dokumentiert werden, insbesondere bei Überstunden oder flexiblen Arbeitszeitmodellen.
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Dies dient der Kontrolle und dem Schutz der Mitarbeitenden.
Verantwortung des Arbeitgebers
Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten und die Gesundheit seiner Mitarbeitenden zu schützen. Dazu gehört die Einhaltung von Ruhezeiten, Pausen und Ausgleichsregelungen.
Originaltext des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG):
Wenn du die genauen gesetzlichen Regelungen nachlesen möchtest, findest du hier den Link zum offiziellen ArbZG:
https://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/
Disclaimer:
Wir stellen diese Informationen mit bestem Wissen und Gewissen bereit, übernehmen jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit. Für rechtssichere Auskünfte wende dich bitte an einen Fachanwalt oder eine entsprechende Behörde.